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Lesezeichen 10. Mai 2026: Projekt Bebelplatz – 3 Termine, 3 Formate im Mai und Juni

Save the dates: 10. Mai, 12. Mai und 27. Juni 2026


Mit Projekt Bebelplatz sind unsere diesjährigen „Lesezeichen 10. Mai“-Aktivitäten überschrieben: Den Auftakt bildete am 20. März 2026 ein Beitrag auf unserer Webseite, im Mai und Juni folgen drei weitere Formate – jeweils in Präsenz am besagten Ort.

Zum „Projekt Bebelplatz“

Der heutige Bebelplatz ist als Ort der wohl öffentlichkeitswirksamsten Bücherverbrennung in Deutschland 1933 bekannt; hier hat nach 1945 mehr oder minder öffentliches (und mehr oder minder wirksames) Gedenken stattgefunden. Aber wer kennt die Entstehungsgeschichte des Denkmals zur Erinnerung an die Bücherverbrennung, wer die Hintergründe zur Auf-, Ab- und Umhängung der Gedenktafel mit dem Peter-Edel-Zitat? Und ist eigentlich allgemein bekannt, dass der Bebelplatz auch die Fläche hinter der Staatsoper umfasst? Und so möchten wir zu Austausch, Aktion und Kollaboration einladen mit der Frage: Welches Wissen, welche Erinnerungen und Perspektiven über/auf/unter dem Bebelplatz fehlen uns (noch) und wie sollte/könnte das Gedenken an die Bücherverbrennung in Berlin öffentlich wahrnehmbar (oder sogar wirksam) werden?


Platz nehmen (1)                                    

Sonntag, 10. Mai 2026 | 16:00
Gedenktafel neben dem Haupteingang der Juristischen Fakultät, Bebelplatz 2

Parallel zu den verschiedenen Aktionen, die an diesem Tag auf dem Bebelplatz stattfinden (u. a. „Nächster Halt: Sonntag!“) nehmen wir vor der „Peter-Edel-Tafel“ Platz und laden herzlich dazu ein, ebenfalls Platz zu nehmen. Zum Zuschauen und Zuhören, zum Denken und Gedenken, zum Kennenlernen, Diskutieren und Vernetzen. Im Sinne von Heinz Knobloch, auf dessen Initiative diese Gedanktafel zurückgeht, er aber noch 1976 feststellte: „Es gibt keine mahnende Gedenktafel. Also müssen wir von selber daran denken, es weitersagen, es anderen Menschen zeigen und nicht vergeßlich sein“.  


Treppenreden & Cafégespräche

Dienstag, 12. Mai | 18.00 bis 21:00
Foyer der Juristischen Fakultät, Bebelplatz 2

Heute vor 50 Jahren, am 12. Mai 1976, hielt Heinz Knobloch im damaligen Operncafé, quasi gegenüber der Kommode, eine Ansprache vor Bibliothekar:innen. Sie gab den Anstoß für eine Mahntafel, die an die Bücherverbrennung auf dem Bebelplatz erinnert und seit 1980 an Gebäuden der Humboldt-Universität hängt. Damit ist Heinz Knobloch Initiator dieses ersten baulichen Gedenkens und spielte auch beim zweiten, dem Denkmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung, eine Rolle. Zu dessen Einweihung, am 20. März 1995, hielt Knobloch eine relevante Rede, nahm Bezug auf jene von 1976 und stand dabei hier im Foyer der Juristischen Fakultät auf einem Treppenabsatz (vgl. Beitrag auf unserer Webseite inkl. Fotos). 

Beide Reden sind leider weithin unbekannt, was wir in diesem Jahr (zur Hundertjahrfeier von Heinz Knobloch) ändern wollen – wie gewohnt im Rahmen einer wissenschaftlich-künstlerischen Soirée und u. a. mit verschiedenen (Re-)Inszenierungen und Performances von Treppenrede und Caféansprache, weiteren Beiträgen und natürlich Gelegenheit zum spontanen Mitmachen und zum Austauschen.

Für gesprächsanregende Getränke & Kaffeehaus-Style sorgt das Café Lorch & Söhne im Foyer, das für uns den Abend über öffnet.


Platz nehmen (2): Workshops & Foyermusike

Samstag, 27. Juni 2026 | vsl. von 14:00 bis 18:00 Uhr (achtet auf Updates)
vor und in der Juristischen Fakultät, Bebelplatz 2

Parallel und korrespondierend zum Berliner Bücherfest nehmen wir erneut auf/am Bebelplatz Platz und laden gleichsam herzlich zum Platz nehmen ein.

Workshops zum „Projekt Bebelplatz“: a) World-Café, bei dem sich Projekte und Initiativen präsentieren, austauschen und vernetzen, b) Konzeption, Kollaboration und Konjunktive für ein künftiges Gedenken an die Bücherverbrennung, c) offenes Brainstorming

ab vls. 17:00: Foyermusike mit dem „Internationalen Wettbewerb“


Links & Literatur