{"id":904,"date":"2023-04-28T18:09:10","date_gmt":"2023-04-28T16:09:10","guid":{"rendered":"https:\/\/ini.hu-berlin.de\/hiskom\/?p=904"},"modified":"2023-05-08T10:44:25","modified_gmt":"2023-05-08T08:44:25","slug":"veranstaltungshinweis-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ini.hu-berlin.de\/hiskom\/2023\/04\/veranstaltungshinweis-2\/","title":{"rendered":"Veranstaltungshinweis"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">(Wieder-)Er\u00f6ffnung der Ausstellung <em>\u00bbWer weiterliest, wird erschossen&#8230;\u00ab<\/em><br>Die B\u00fccherverbrennung in Berlin 1933. Voraussetzungen \u2022 Wirkungen \u2022 Folgen<\/h4>\n\n\n\n<p>am <br>Mittwoch, den 10. Mai 2023, ab 19:30 Uhr im <br>Foyer der Juristischen Fakult\u00e4t der Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin <br>Bebelplatz 2 | 10117 Berlin<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gru\u00dfworte: <\/strong><br><strong>Dr. h. c. Edelgard Bulmahn<\/strong> &#8211; angefragt &#8211;<br>(Vorsitzende des Kuratoriums der HU Berlin, Bundesministerin f\u00fcr Bildung und Forschung a. D., Vizepr\u00e4sidentin des Deutschen Bundestages a. D.) <br><strong>Prof. Dr. Martin Heger \u00a0<\/strong><br>(Prodekan f\u00fcr Forschung der Juristischen Fakult\u00e4t der HU Berlin),<br><strong>Franziska Wessel<\/strong><br>(Vertreter*in der Studierendenschaft der HU)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Musik und mehr:<\/strong><br>Robert Stadlober<br><br><strong>Lebendiger Austausch:<\/strong><br>\u00dcber disziplin\u00e4re Grenzen hinaus an Diskussions- und Thementischen mit allen Interessierten<br><br><strong>Leibliches Wohl:<\/strong><br>Kaltgetr\u00e4nke und Brezeln<br>&nbsp;<br><strong>\u00d6ffnungszeitraum der Ausstellung 2023:<\/strong>  <br>16. Juni \u2013 15. Juli im Foyer der Juristischen Fakult\u00e4t der Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin <br>Mo\u2013Fr: 09:00\u201321:00 Uhr &#8211; Zugang: Bebelplatz 2, 10117 Berlin (Kommode) <br>Sa: 09:00\u201318:00 Uhr, So 13:00\u201318:00 Uhr &#8211; Zugang: Unter den Linden 9, 10117 Berlin (Altes Palais) <br><em>geschlossen an gesetzlichen Feiertagen in Berlin<\/em><br><br><strong>Die Ausstellung:<\/strong><br>Die 2013 im Auftrag des Studierendenparlaments der Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin erstellte Ausstellung informiert am Ort des Geschehens \u00fcber Vorgeschichte, Durchf\u00fchrung und Bedeutung der Berliner B\u00fccherverbrennung. Sie zeichnet geistes- und sozialgeschichtlichen Exklusionsstufen von widerstrebendem Denken, die (Selbst-)Gleichschaltung von Studierenden und Universit\u00e4t und die Wege ins Exil, ins KZ oder die innere Emigration an thematischen Schlaglichtern und biografischen Portraits nach. Im Mittelpunkt steht der nationalsozialistische \u00bbMemorizid\u00ab, die systematische Ausl\u00f6schung von Idee, Werk und Pr\u00e4senz der zu Unpersonen erkl\u00e4rten Menschen. Die B\u00fccherverbrennung des 10. Mai 1933 ist sein Fanal, bevor er in Vernichtungskrieg und Massenmord eskaliert. In den Schwierigkeiten um Erinnerung und Wiedergutmachung wirkt der \u00bbMemorizid\u00ab bis heute nach.<br>Zum 90. Jahrestag der B\u00fccherverbrennung in Berlin zeigen wir die Ausstellung erneut \u2013 gerahmt von neuen Tafeln und einem wissenschaftlichen wie k\u00fcnstlerischen Veranstaltungsprogramm. Die \u00bbWiedervorlage 2023\u00ab soll Impulse zur weiteren Auseinandersetzung und Vernetzung zum Thema bef\u00f6rdern.<br><br><strong>Kulturprogramm zur Er\u00f6ffnung am 10. Mai 2023:<\/strong><br><em>\u201eWenn wir einmal nicht grausam sind, dann glauben wir gleich, wir seien gut.\u201c<\/em><br>Eine Reise durch die Zeit mit Kurt Tucholsky<br>Gesungen, gesprochen und gespielt von Robert Stadlober<br><br>Es wird alles immer schlimmer, es ist schlimmer als jemals zuvor, solch schlimme Zeiten, das ist ja kaum noch auszuhalten. So oder so \u00e4hnlich t\u00f6nt es aus allen Ecken und Winkeln. Und schlimm sind die Zeiten, keine Frage, aber waren sie denn je irgendwann einmal wirklich besser? Ist es nicht vielmehr so, dass sich der ganze Schlamassel immer und immer wiederholt? In schnelleren Kreisen vielleicht, aber grunds\u00e4tzlich doch immer gleich? Und fehlt uns m\u00f6glicherweise einfach nur die weite Perspektive, um diese st\u00e4ndig um uns wirbelnden Schlamassel, Kreise als solche zu erkennen und dann m\u00f6glicherweise ihre Laufbahn endlich einmal zu \u00e4ndern oder ihr Gekreisel gar zu unterbrechen?<br>Hier kann oft die Literatur helfen und noch \u00f6fter die Musik. In unserem speziellen Falle Kurt Tucholskys Gedanken zum Zeitenlauf und Melodien, die sich Robert Stadlober aus dem Chaos Gekreisel gefangen hat und \u00fcber Tucholskys bereits \u00fcber hundert Jahre alte \u00dcberlegungen legt.<br>Es geht um die Unm\u00f6glichkeiten des menschlichen Umgangs. In Liebesdingen wie in Dingen des Hasses, um die Sinnlosigkeit von Gewalt und die Hoffnungslosigkeit von Politik die sich \u00fcber Gewalt zu vermitteln sucht. Es geht um die Sehnsucht nach einer Art richtigem Leben und um den immerw\u00e4hrenden Kampf der Vielen um ein kleines St\u00fcck vom Ganzen. Und Robert Stadlober singt, spricht und ruft uns ins Ged\u00e4chtnis, dass sich eben so viel nicht ver\u00e4ndert hat seit Kurt Tucholsky sagte: \u00bbWenn wir einmal nicht grausam sind, dann glauben wir gleich, wir seien gut.\u00ab Bestimmt sind unsere Zeiten nicht wirklich schlimmer, aber besser sind sie mit Sicherheit auch nicht.<\/p>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Wieder-)Er\u00f6ffnung der Ausstellung \u00bbWer weiterliest, wird erschossen&#8230;\u00abDie B\u00fccherverbrennung in Berlin 1933. Voraussetzungen \u2022 Wirkungen \u2022 Folgen am Mittwoch, den 10. Mai 2023, ab 19:30 Uhr im Foyer der Juristischen Fakult\u00e4t der Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin Bebelplatz 2 | 10117 Berlin Gru\u00dfworte: Dr. h. c. 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